1. Oktober – Bondhusvatnet
Die Temperaturen korrespondieren heute mit der Uhrzeit. Eine Stunde, ein Grad.
Um 10 Uhr geht es schon los zum Gletschersee. Wir erwischen genau eine halbe Stunde der tiefstehenden Sonne, danach wird es trüb.
Bänke wären auf dem Weg hinauf gut, die Strecke ist für Ungeübte schon anstrengend.
Oben steht das Wasser einiges höher als sonst, zum Teil auf den Wegen, viele der Felsen sind abgesoffen.
Wir machen erst einmal eine Frühstückspause und gehen dann noch ein Stück weiter über Felsen und Steine bis zu einem Wasserfall.
Auf dem Weg zur Baroniet Rosendal sehe ich den schönen Furubergfossen direkt neben der Straße.

Danach passiere ich eine Ampel-gesteuerte schmale Straße mit Tunnel, zu schmal für Gegenverkehr.
Was erklärt, wieso gestern abend die Autos immer im Rudel am Campingplatz vorbeigefahren sind.
Dann die Riesenbaustelle des Fv551 nördlich der Fähre Richtung Bergen.
Glück für mich, es ist Sonntag, da baggert keiner und ich darf mit 50 km/h durch die Schlaglöcher fahren.
Bedeutet nicht, dass ich das dann auch kann…

Südlich der Fähre sind die Straßen breiter, glatter und schöner zu fahren, zum Meer hin gibt es Wiesen, Schafe und riesige Felsbrocken.
Auf der anderen Straßenseite gepflegte, kurz geschnittene Rasenflächen vor kleinen Holzhäusern.
Rosendal ist zwar geschlossen, der Park aber offen und wunderschön mit den alten Alleen. Das trübe Licht lässt das Grün noch grüner aussehen.
2. Oktober – Odda – Røldal – Haukeli – Setesdal
Odda im Morgennebel ist wunderschön.
Auch am Sandevatnet sieht es traumhaft aus.

Wir kommen am Latefossen vorbei. Mal wieder muss ich ihn fotografieren…
Dann geht es hinauf aufs Fjell. Auch in Røldal hängen die Wolken auf Halbmast.
Eigentlich wollte ich heute den Tunnel fahren um Zeit zu sparen.
Nun aber ein langer Stau, der Haukelitunnel muss wegen Bauarbeiten umfahren werden, eine 7 km lange Strecke.
Da die so schmal ist, muss das Ledebil ran und wir langsam hinterher. Die Wartezeit ist entsprechend lang.
Wir biegen in Haukeli auf den Rv9 nach Süden ab, finden zwei schöne Brücken.
Bei der zweiten folgt Abgang Nummer 3, diesmal stolpere über einen abgeschnittenen Busch, dessen stabile Äste komplett unter Laub verborgen sind.
Die Gopro ist also nicht alleine Schuld.
In Valle besuchen wir den Steg über dem Prestefossen und fahren das schöne Setesdal weiter nach Süden.
Es ist über zwanzig Jahr her, dass ich mal hier war. Wurde auch Zeit.

In Rysstad beziehen wir unser Zimmer am Fluss Otra.
Den Brokke-Badeplass finden wir nach kurzer Erholungspause und wollen dort lieber nicht baden.
Das Wasser strömt mit ungeheurer Wucht die Wasserrutschen hinunter, von den Badelöchern ist nichts zu sehen.
Dafür ist die Otra später, trotz Hochwasser, angenehm ruhig und friedlich.
3. Oktober – Rysstad – Suleskard – Tonstad – Evje
Morgens an der Otra ist das Wasser spiegelglatt. Die Vögel zwitschern und ich genieße die Ruhe.
Wir fahren den Suleskardveien nach Westen, besichtigen mal wieder den Rosskrepp-Staudamm, biegen in Suleskard nach Süden ab in den schönen Sirdalsveien.
Wir finden den Dorgefoss, klettern einmal drumrum auf gesicherten Wegen
und nehmen weiter südlich ein paar Hügelgräber in einem Waldstück mit, von denen man allerdings nicht viel sieht.
In Tonstad beim Bäcker pausieren wir auf einen Latte, so richtig gemütlich dort.
Danach fahren wir wieder nach Osten über den Fv42 quer rüber nach Evje. Schöne Gegend.
Am Syrtveitfossen nördlich von Evje machen wir unseren Abendspaziergang, es ist wieder ungeheuer viel Wasser unterwegs.
Ein Steindamm führt in den Fluss, rundherum rauscht das Wasser und die Sonne verschwindet hinter dem Wald.
Schön die Warnschilder, auf denen per Foto erklärt wird, dass der Wasserpegel sehr schnell und heftig schwanken kann.



















































































