26. September – Endlich Lillehammers Maihaugen
Bei wunderschönen Wetter fahren wir früh los und folgen der Sjoa bergab.
In Heidal sehen wir eine nette Kirche, benutzen eines der immer noch an den Rastplätzen vorhandenen Plumsklos.
Es geht endlich nach Lillehammer, zum Freilichtmuseum Maihaugen. Will ich schon lange hin, hat sich nie ergeben.
Wirklich schön dort. Urige Höfe, feine Stuben, knorrige Fassaden, Enten, Ziegen, viele Seen. Die kleine Stabkirche von Garmo.
Und ein „neueres“ Viertel mit Häuschen aus dem 20. Jahrhundert. Ein süßes aus den Zwanzigern, ganz bunt und hell.
Unten die Kleinstadt mit Apotheke und Bahnhof. Alles fast leer.

Die restliche Fahrt führt uns nach Brumunddal zum Campingplatz.
27. September – Hamar Domkirkeodden, die gläserene Ruine
Als Mittags der Regen vorbei ist, zieht es uns nach Hamar. Hinter dem schwarzen Wolkenband ist der Himmel wunderschön blau.
Wir finden einen Parkplatz und umrunden die Kirche. Der Dom liegt auf einer gemütlichen Halbinsel, Wellen plätschern an den schmalen Strand.
Der Rasen sehr gepflegt und klatschnass. Riesige Bäume stehen dort, auch ein paar andere Museumsgebäude.
Das Museum selbst hat saisontechnisch schon geschlossen, aber den Kräutergarten finden wir immerhin.

Die kurze Fußgängerzone in Hamars Innenstadt laufen wir bei schönstem Sonnenschein einmal ab. Charmant.
Und noch erstaunlich warm und grün. Das moderne Kulturhus mit seinen spiegelnden Flächen ein Hingucker. Gefällt.
Wieder zurück in Brumunddal sind um 17.30 Uhr schon die Gehsteige hochgeklappt.
Trotzdem schauen wir uns die 100 m Fußgängerzone an. Nur die Einkaufspassage bietet um diese Uhrzeit etwas Abwechslung.
28. September – Zurück in die Einsamkeit nach Hol
Heute schlafen wir in einer schiefen Hütte. Man fällt fast hinein…
Aber von vorne – Nebel und Regen auf dem Weg nach Fagernes.
Wir entdecken am Wegesrand Helleristniger – Steinzeichnungen von Elchen neben dem Møllerstufossen, einem Wasserfall. Endlich Elche…
In Fagernes laufen wir eine sehr kleine Runde und essen dann im Einkaufszentrum Amfi Leira. Dort ist es wenigstens trocken und warm.
Weiter fahren wir nach und durch Gol, der Erinnerung wegen, und gehen einkaufen.
Auf dem Weg zur Torpo Stabkirche kommt die Sonne raus und vertreibt den Nebel. In Hol ist es dann richtig schön.
Nachmittags machen wir einen Spaziergang an der Storåne und erschrecken Schafe. Der eine vorsichtige Schritt zuviel löst eine Stampede aus.
Nach 50 m bleiben sie alle stehen, kommen zurückgetrottet und dann – das gleiche Spiel wieder…
Ich bin mir nicht sicher, ob Schafe ein großes Gehirn haben.
Die Storåne hat sehr viel Wasser, für die Küsten- und Gletscherflüsse gibt es Hochwasserwarnungen.
Später machen wir es uns auf einem leeren Campingplatz in unserer schiefen Hütte bequem.
Einsamkeit pur.


29. September – Geilo und Umgebung
Der Kühlschrank knurrt, nachts überlege ich, ob wir tierischen Besuch in der Hütte haben.
Kaffee auf der Hüttenterrasse, am gegenüberliegenden Hang bimmeln die vielen Schafe in der Morgensonne.
Birkenblätter überall. Auch überall in der Hütte.
Zum „Frühstück“ nach Geilo, Burger und Caesarsalat. Wir bummeln durch die Läden und statten den alten Bauernhäusern einen Besuch ab.
In Hagafoss schauen wir ein weiteres Bauernhausmuseum an, das Hol-Bygdemuseum. Jedem Ort sein Museum.
Nach einer Pause fahren wir bergauf zum Strandavatnet.
Dem Raggsteindalsvegen folgen wir auf die westliche Seite des Standavatnet. Die ist birkenreich und schmal, gemütlich mit schöner Aussicht.
Wir kehren zurück auf die Fv50 und fahren bis zum Seeende.
Auf dem Rückweg erkunden wir noch Dokken Fjellgard, das sind ein paar urige Holzhäuser am Hang.
30. September – Über die Hardangervidda bis zum Folgefonna
Morgens scheint richtig Sonne östlich der Hardangervidda. Je weiter nach Westen wir kommen, desto mehr Wolken gibt’s.
Mächtig ist der Schwall Wellen, den der Ørteren über die Sperre schwappen lässt. Die meisten Steinmännchen vom Maka Paka Feld stehen unter Wasser.


Zwei alte Brücken finden wir, den Sysenvatnet-Staudamm schauen wir auch wieder an. Diesmal ist er voll.
Die untere Seite des Vøringfossen ist immer noch Großbaustelle.
Man kann über die Brücke eine Plattform erreichen, aber der untere Parkplatz ist bei weitem noch nicht fertig.
Weiter geht es immer am Fjord entlang bis Odda. Ein Lichtblick am Ende, die Sonne findet ein Loch.
Wir fahren durch den Folgefonntunnelen 11 km weiter in den Regen auf der Westseite.
Beziehen die Hütte und machen einen Abendspaziergang am Wasser.































































































