4. Juli
Wetter- und Weltwechsel. Wir fahren einen großen Bogen obenrum von Hol nach Voss.
Über dem Wasser des Strandavatnet liegt ein Regenbogen.
Danach gibt es dann Schnee und Regen und Hagel.

Endlich Meer! Der erste Blick auf den Aurlandsfjord bei der Vetleli Utsikt.
Dieser Parkplatz beruhig die Augen nach dem schroffen Fjell und den langen Tunneln.
Im Vordergrund der Vassbygdevatnet, an dem die Straße einmal wieder im Tunnel verschwindet.
Die enge Straße hoch aufs Aurlandfjell, des Fahrers Vergnügen, des Beifahrers Leid.
Schon eng, aber inzwischen durch neue Ausweichstellen entspannter. Lustig dann, wenn drei Schafe eine Ausweichstelle blockieren.

Eine herbe Schönheit, das Aurlandsfjellet, eine meiner Lieblingsstrecken durch baumlose, karge Landschaft.
Nordwärts ereilt uns etwas Schneeregen, und dann blenden uns die verschneiten Gipfel.
Je weiter nach Norden wir kommen, desto schöner das Wetter. Klar zu erkennen die Schneegrenze.
Der Rückweg, südwärts, ist ein Traum.
Die Regenwolken lichten sich, die Sonne bestrahlt das Weiß der Berge und bringt die Wasserflächen zum glitzern.

Romantischer Blick – romantische Posen – weniger romantische Menschen.
Wir finden tatsächlich einen Parkplatz beim überlaufenen Stegastein.
Rüpelhaft wird man beiseite gedrängt, von mehrheitlich englisch oder japanisch sprechenden Menschen.
Ein paar Schafe laufen auf der Straße und klingeln die ganze Zeit.
Schließlich landen wir in Voss, beziehen unsere Hütte und machen einen Spaziergang durch die Ladenstraße, trinken einen Latte im Gartencafé.
Die neue Gondel soll in diesem Monat eröffnet werden. Leider noch nicht heute.
Die Nähe zu den Fjorden wird angekündigt durch Möwengezeter. Anbei: Möwen und andere Schreihälse:
Direkt neben dem Campingplatz liegt eine Halbinsel zwischen dem Fluss Vosso und dem See Vangsvatnet.
Prestegardsmoen besteht hauptsächlich aus Kiefern und Gräsern, die sich im Sandboden der letzten Eiszeit festkrallen.
Man kann wunderbar spazierengehen und entdeckt immer wieder neue Schönheiten.
5. Juli
Weiter gehts nach Süden.
Apfelbäume, Kirschen und Rosenduft. Von Kinsarvik bis Odda begleitet uns der Sørfjord.
Außer bei Thyssedal, wo die Industrie zuschlägt, sind das Hauptbild Apfelplantagen und kleine Häuser.
In Lofthus duften die Rosen aus den kleinen Gärten.
Eigentlich hat es in Odda echt schöne Stellen, eine Fußgängerzone, eine hübsche Kirche am Fjord,
einen Erdbeerverkäufer, einen Buchladen, viele Klamottenläden, zwar viel Verkehr, aber trotzdem Flair.
Der Weg führt weiter nach Süden am Låtefossen vorbei.
Es ist immer wieder schön, den Zwillingswasserfall anzusehen, sich besprühen zu lassen. Sogar einmal bei Sonnenschein.
Gut, dass auf dem Røldalsfjell wenig los ist, die alte Straße ist schon ziemlich eng und hat wenig Ausweichstellen.
Dafür ist sie frisch asphaltiert und ansonsten einfach genial.
Haukelifjell – die Tunnelalternative, weite Landschaft, Schneereste, Seen, Steine, Gras.
Auch hier fahren wir neben dem Tunnel die alte Strecke bis zur nächsten Hütte bei Haukeli.
6. Juli
Weiter Richtung Stavanger fahren wir auf den Suleskarvegen. Der Weg für den, der Zeit hat. So der Slogan.
Viele Felsen und ein Stausee. Auffällig, wie wenig Wasser in den Stauseen ist. Nicht nur hier, überall.
Am Rosskreppfjorddammen stellen Schafe sich gemütlich und geschützt unter.
Wir quartieren uns in Stavanger auf dem Campingplatz ein und machen einen Abendspaziergang durch Sandnes.
Samstagabends sind nur die Kneipen voll, die Läden haben alle schon geschlossen.
Was der Stadt eine Anmutung von Kleinstadt gibt. Die aber täuscht.
Baustellen befinden sich überall, Sandnes baut eine Hafen-City, modernste Bauten am Gästehafen strahlen in der Abendsonne.


























































































































