29. Juni

Sognefjellsvegen – einmal rauf und wieder runter.
Auch auf- und abwärts wieder die Teilnehmer eines Radrennes. Zu zweit oder in kleinen Gruppen, mit gestählten Muskeln direkt aufs Fjell.
Könnte mir nicht passieren.

Oben hat es 14 Grad.
An windstillen Orten, wie zwischen den Mauern am Mefjell Rastplatz, der mit dem Stein mit dem Loch.
Die beiden höchsten Bergspitzen schlucken die Wolken, der Rest ist sichtbar und leuchtet in der Sonne.
Ich mag die Strecke, die ständigen Aufs und Abs, das wellenförmige. An den Kontrasten zwischen Schnee und Felsen kann ich mich nicht sattsehen.
Die Sognefjellshytta mit dem Holzanbau war leider völlig überlaufen.

Abends fahren wir noch zur Ridderspranget und sind alleine unter Stechmücken.
Sie lauern schon am Weg hinunter. 20 Grad und deshalb kurze Ärmel bieten ein Festmahl.
Eine ganze Weile sind wir komplett alleine dort. So schön.

Aus Neugierde fahren wir noch kurz in den Fugelsætervegen.
Eine Schotterpiste zwischen Randsverk und Glitterheim durch Wiesen, Wald und Acker.
Schafe bewachen die Mautstelle.

Auf halber Höhe des Bergs kehren wir um.

30. Juni

Wir wandern den Hulderstigen. Knapp 6 km durch Moor, Wiese und Wald. Nach dem Mittagsgewitter ist der Naturstig noch nasser.
Das Moor matscht, die Wege sind kleine Bäche. An Flüssen und Seen entlang geht der Weg.

Pause machen wir lieber nicht ob der drohenden Wolken (Fehleinschätzung) und Mücken (keine Fehleinschätzung).

Wir besuchen noch einmal die Hochebene und sehen Gjendesee im Wind.
Es ist so windig, dass die Wasseroberflächen sich in Wassertropfen auflösen.
Auch hier gibt es einen modernen Parkplatz mit Reifenkillern als Abgrenzung zwischen den einzelnen Parkplätzen.

1. Juli

Nächste Station ist Geilo. Da das Wetter westlich der Hardangervidda ziemlich mies ist, bleiben wir hier 3 Tage.
Geilo ist modern mit alten Wurzeln. 

2. Juli

Und täglich grüßt… der Rasenmäher
Wo wir nächtigen und es Rasen gibt, der Mäher kommt bestimmt. Bergen, Stryn, Randsverk und jetzt Geilo.
Letztes Jahr war es der lustige Mäh-Roboter, der leblos an der Nachbarhütte hängengeblieben war. 

Edit: In Kilen wurde wieder gemäht, diesmal nachmittags. Und in Evje waren es Schafe, die um uns herum gemäht haben.

Wir machen einen Ausflug in die kalte und windige Tierwelt des Bauernhofs Langedrag.
So kalt und windig, dass die meisten Besucher die Cafeteria bevölkern. Die wir daraufhin meiden und das Weite suchen.
Gesehen oder gestreichelt: Pferde, Rinder, Ziegen, Kaninchen, Enten, Gänse, Schweine und Schafe.
Sehr witzig das Schweinchen, dass zwei Schafe ständig im Gehege umhertreibt. Hallo Babe!
Einen Elch sehen wir, als wir losfahren von weitem, immerhin.

Nächstes Ziel ist der Gardnos Meteorittpark. Die Landschaft im Meteoritenkrater hat eine bewegte Vergangenheit.

Der rote Pfad führt 2 km im Kreis zuerst am Fluss Dokkelvi entlang, biegt dann in den Kiefernflechtenwald (ein schönes Wort).
Dort scheuchen wir ein paar Haselhühner auf. Weiter geht es bergauf auf einen Hügel mit schöner Aussicht.
Hier soll das Kraterzentrum sein. Nicht dass ich es erkennen würde. Aber laufenswert ist der Weg unbedingt.
Ein schmaler, schöner Pfad, gut gekennzeichnet.

Am Ausgangs- und Endpunkt sieht man im Felsen des Flussbettes ein paar kleine Gletschertöpfe.
Der Fluss selbst wird abgeleitet, damit man trockenen Fußes das Flussbett anschauen kann.

Die sichtbaren Krater sind die auf der Zufahrtsstraße. Reifenkiller.
Dem Vermefoss begegnen wir am Hallingdalselva zwischen Gol und Torpo, eine Entdeckung am Wegesrand.

So nebenbei eine kleine Sammlung graziler Schönheiten.

3. Juli

Wo LKW Wohnmobile überholen.
Wir unternehmen einen kurzen Ausflug in den Winter auf die Hardangervidda.

Je weiter wir nach Westen fahren, desto ungemütlicher ist es. In Dyranut kehren wir um.
Die Schneeschauer kommen seitlich.