7. Juli
Heute machen wir einen zweieinhalb Stunden Spaziergang kreuz und quer durch die Altstadt von Stavanger.
Beginnend mit Hunderten kreischender Tauben und Möwen im Byparken. Was ein Aufruhr.
Dann Holmen, die Gassen für Fremde zum Verwechseln ähnlich.
Innendrin der hässliche Kasten mit Passage und Kino. Rundherum hübsch altmodisch die Häuser.
Die Øvre Holmegate besticht durch knallbunte Fassaden und verbreitet gute Laune und Sommerfeeling.
Die beiden Strandgaten auf der anderen Seite des Vågen in Gamle Stavanger sind Romantik pur.
Blumen vor den weißen Holzfassaden, manche Häuschen haben Glück und einen Garten zur Sonnenseite.
Schmale Gässchen, steile Treppen, Miniparks, Katzen, Bienen.
Aussicht nach drüben auf den Holmen.
In Stavanger habe ich nur gefilmt. Anbei ein paar Standbilder aus den Videos.
Abends am Meer bei Sola.
Der Flughafenlärm stört mehr oder weniger dezent.
Dünen, Wind, Strand, Bach, Felsen, Wellen, Gräser. Einiges an Blüten. Und alte Bunker.
Über dem Meer im Westen blauer Himmel, über dem Fjell im Osten schon den ganzen Tag düsterste Wolken.
Gleich neben Flugplatz und Golfplatz in Sola liegt ein Steinkreis.
Eine Rekonstruktion, genauer gesagt. Ursprung und Nutzen unbekannt.
8. Juli
Endlich bei schönem Wetter fahren wir an die Südküste nach Flekkefjord.
Weiß, gemütlich, mit gerade aufwachender Tiefgaragenschranke. Erst müssen wir warten vor dem Parkscheinreinstecken, sicher eine Minute,
dann schluckt sie den Schein runter, rülpst ihn ein paar mal hin und her, bis, endlich, sie grün zeigt, den Schein endgültig zurückgibt und öffnet.
Außer der kleinen Holländerstadt gibt es noch eine kleine Fußgängerzone, ein paar Restaurants am Fluss und ein paar Schiffe im Hafen.
Niedlich. Und vor allem mal über 20 Grad.
Wir kommen anschließend am Kvåsfossen vorbei. Ein Lachsmuseum mit unterirdischer Fischtreppe.
Man geht zwei Stockwerke in die Tiefe und steht im Dunkeln.
Endlich die Tür findend, befindet man sich vor einem kleinen Becken inmitten der Fischtreppe, in dem tatsächlich Fische schwimmen.
Das Wasser rauscht so laut herunter, dass man sein eigenes Wort nicht versteht.
Oben gibt es eine Galerie mit Sitzmöglichkeiten, auch mit wunderbarem Blick auf den Fluss.
Der Skrelifallan, eine Wasserrutsche vom Feinsten. Hab lange Tante G befragt, bis ich wusste, wo sie ist.
Skrelia, in der Nähe von Lyngdal, ist zu erreichen über eine ziemlich kleine Straße und einen kurzen Fußweg.
Das dahinplätschernde Wässerchen rutscht über glatte Felsen in die Tiefe. Es sind nur wenige Menschen unterwegs.
Ein Radfahrer, dessen Hund sich die mit 30 cm tiefste Stelle raussucht, um beinahe halb unterzutauchen.
Als Rad und Hund uns später überholen, ist mir klar, warum dieser Hund so geschwitzt hat.
Ein lebensgefährliches Tempo legen die beiden da hin, über Stock, Steine und Felsen.
Wir fahren bis nach Evje und finden eine schöne Hütte.
Backen auf der Veranda einen Kuchen. Sehr gemütlich.
9. Juli
Heute fahren wir über das Fyresdal nach Kilen am Flåvatn.
Wunderschön Landschaft und auch wunderbares Wetter.
10. Juli
Der Telemarkskanalen von Hogga bis Ulefoss.
Sechs Schleusen in drei Stunden bei traumhaftem Sommerwetter.
Hogga: Mengen von durch die Mauern spritzendem Wasser. Zwei kleinere Schiffe bergauf.
Kjeldal: Unglaublich spiegelndes Wasser. Stille, Wärme, kein Schiff in Kjeldal.
Ein paar Wölkchen, ein paar Fische.
Lunde: Netter Ort. Nette kleine Schleuse.
Vor Jahren einmal nach einer Wanderung hier in das Schiff eingestiegen.
Vrangfoss: Mein Liebling, die größte Schleusenanlage. Die meisten Touristenbusse, die meisten gezückten Handys.
Und gleich zwei größere Schiffe. Schade, dass sie flussaufwärts wollen. Abwärts läuft das Wasser so schön über den Schleusenbeckenrand.
Eidsfoss: Kleiner, unauffälliger, in den Fels geschlagen. Nebendran ein dickes Kraftwerk.
Vor Jahren einmal auf der „Insel" Essen gekocht.
Ulefoss: Schon städtisch. Industrie, Verkehr.
Wir fahren weiter nach Rjukan und beziehen unsere Hütte.



























































































