10. September – Vestkapp und Ervik

Erstaunlicherweise irrt sich Yr. Den ganzen Tag Regen sagt uns Norwegens Wetterapp voraus.
Trocken und freundliche 15 Grad sind es dann.
Nachmittags brechen wir zum Vestkapp auf, den Wind und die schafige Stille genießen.
Einen Weg an die Nordkante laufen, den Abhang zum Meer hinunterschauen und die Schafe an den Hängen bewundern.

Nach der Höhenluft fahren wir zum Ervik-Strand und spielen dort im Sand.

11. September – Inselhopping von Skottsneset nach Ålesund

Regen, wenig Sicht und zwei Fähren.
Was bei der schönen Strecke wirklich schade ist.

In Ålesund Wohnung beziehen wir unsere Wohnung und nach einer Regenabwartepause gehen wir in die Stadt.
Es herrscht Berufsverkehr, ein großes Schiff liegt im Hafen und es bläst ein kräftiger Wind. Die Sonne scheint und lockt uns zu einem Eis.
Währenddessen es dann wieder anfängt zu regnen. Also suchen wir für heute das Weite.

12. September – Jugendstil mit Ausblick

Frühstück im Dråpe, wirklich gemütlich, allerdings so voll, dass der Latte mit Pager 20 Minuten braucht.
Wir ziehen los Richtung Hafen, um schnell umzukehren und die Schirme aus dem Auto zu holen.
Jetzt liegen zwei große Schiffe im Hafen und entsprechend voll ist die Stadt.

Auf Anraten einer Kollegin laufen wir zur Aspøya rüber und entdecken den Molevegen.
Mit alten Holzhäusern, vielen Blumentöpfen und Ausblick auf Wasser und Schiffe.

Wir laufen bis zum baustellenbedingten Ende, drehen um, besichtigen die Mole und klettern dann auf den Storhaugen.
Dort ist der Wind so böig, dass der Regenschirm fast das Weite sucht.
Beim Abstieg werfe ich mich mal wieder auf den Boden – Gopro-bedingt übersehene Stufe.
Im Emil essen wir eine 40-Euro Pizza, die immerhin so groß ist, dass sie für den nächsten Tag noch reicht.

Da das Wetter nicht mehr wirklich schön ist, fahren wir für eine knappe Stunde zum Aquarium und gucken noch eine Runde Fische.
Gegen 20 Uhr, während unseres Abendspaziergangs, verlassen beide Schiffe nacheinander den Hafen.

13. September – Duft der Vergangenheit

Das Sunnmøre Museum gehört zu der Sorte, wo ich mich immer wieder umdrehen und immer neue Dinge entdecken kann.
Die kleinen Häuschen liegen liebevoll in die Landschaft eingebettet, in Meeren von Farn und zwischen großen Bäumen.
Ob nun Schuster oder kleiner Laden, eine Armenschule oder Kirchenhütten, alles zeugt von viel Arbeit und wenig Geld.
Einfach gebaut und spartanisch eingerichtet.
Und ich bin dankbar, dass der Himmel so blau ist.

Bei der anschließenden Fahrt nach Norden Richtung Molde haben wir wieder Regen und Sonne im Wechsel.
Zur Fähre, dann zur Hütte und für einen Abendspaziergangin die Stadt.
Wir steigen auf das Rathausdach zum Rosengarten mit Ausblick,
laufen runter ans Wasser und dann hinauf auf den Plassen für noch mehr Aussicht.

14. September – Zur Skihytta und etwas weiter

Die Sonne scheint den ganzen Tag, obwohl es anders angekündigt ist. Perfekt.
Wir fahren hoch zum Wanderparkplatz und laufen zur Skihütte. Noch ein paar Meter weiter, bis mich die Kraft verlässt.
Hin den großen flachen, geschwungenen Weg, zurück die kürzere Steinbrockenpiste. Abenteuerlich und feucht.
Der Weg ausgewaschen wie ein Flussbett.

Auf dem Varden essen wir noch ein Eis in einem Restaurant, das völlig leer ist und offensichtlich auf Gäste der „Aida“ wartet.
Abends gibt es Nakkenburger und Ultimate Burger vom MIX. Ziemlich klein für unseren Hunger…

15. September – Fjell für Faule, das Litlefjell bei Åndalsnes

Eine wunderschöne Straße führt uns hin, sie kostet Maut, den Automaten dafür sehen wir dann erst auf dem Rückweg. Glück gehabt.
Die Schafe laufen und stehen auf der Straße und wir haben wie sie die Ruhe weg.
Der Himmel leuchtet blau und ich bin wieder einfach nur glücklich.

Das Litlefjell hat den Vorteil, dass man mit dem Auto schon ziemlich weit hochfahren kann, es bleiben nur relativ wenige Höhenmeter zum Wandern übrig.
Oben der wunderschöne Blick auf die Berge ringsum und Åndalsnes. Wir finden den kleinen See, der die schönen Bilder ins Internet zaubert.
So klein hatte ich ihn mir nicht vorgestellt.

Wir fahren die Mautstraße zuück und halten in Åndalsnes für einen Spaziergang.
Den machen wir mal wieder zum Soundcheck einer Musikerin, laufen am Wasser entlang zur Gondel, genießen die Wärme im Tal.
Auf dem Rückweg halten wir kurz bei der Steinkveldbrua, wieder so einer schönen alten Brücke…